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Als ich am 24.10.1988 auf die Welt kam, wusste noch niemand, dass ich eine spastische Behinderung haben werde. Ich entwickelte mich am Anfang
sehr prächtig. Dass ich anders war als andere Kinder, merkten meine Eltern sehr früh. Von verschiedenen Ärzten wurde eine spastische Diplegie
diagnostiziert. Bereits im Säuglingsalter wurde ich nach den verschiedenen Physiotherapiemethoden behandelt, die aber im Laufe der Jahre immer
wieder an ihre Grenzen stießen. Seit rund sieben Jahren werde ich osteopatisch behandelt. Trotz aller therapeutischen Bemühungen war es mit dem Laufen nicht sehr gut bestellt.
Hier sollten nun orthopädische Maßschuhe eine deutliche Verbesserung bringen.
Meine ersten Schuhe wurden in Bonn gefertigt.
Vor rund 10 Jahren hatten wir auf einer Veranstaltung des FC Borussia Buir
meinen jetzigen Orthopädieschumachermeister Franz Claßen kennen gelernt. Meine Eltern kamen mit ihm ins Gespräch und man vereinbarte einen Vorstellungstermin.
Franz Claßen beriet uns sehr ausführlich und erläuterte meinen Eltern, welchen positiven Einfluss maßgefertigte orthopädische Schuhe auf meine Entwicklung haben werden.
Nach einer aufwändigen Vermessung meiner Füße wurden nun orthopädische Schuhe angefertigt. Ich muss sagen: Es waren schicke Schuhe! Aber jetzt ging es erst richtig los! Fast jede Woche war ich mit
meinen Schuhen bei Konrad Claßen, weil die Absätze oder Spitzen meiner Schuhe abgewetzt waren, was ein untrügliches Indiz dafür war, dass mein
"Laufmuster" nicht stimmte. Es wurde nun aber nicht nur einfach repariert, sondern die Schuhe entsprechend dem Ziel aufwändig "umgebaut".
Im Laufe der Zeit veränderte sich mein Laufbild. Konnte ich am Anfang nur an einem Rollator laufen, so
benötige ich heute mit 15 Jahren nur noch einen Stock. Ebenfalls ist fahrrad- und kettcarfahren für mich
heute kein Problem. Ich spielesogar mit meinen Schuhen Fußball. Tja und wenn ich meine letzten neuen Schuhe sehe kann ich nur sagen: Die sehen richtig geil aus.
Buir, den 26.9.03
Markus Palm
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