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Puire, das ist der Name, der in einer Urkunde vom 1. April 1003 erwĂ€hnt wird. Dieses Datum gilt als „Geburtsdatum“ von Buir.Aber erst 1970 wurde die Urkunde durch Joseph Milz dem Kerpener Stadtteil Buir zugeordnet, bis dahin hatte ein andere Forscher die Urkunde nach Westfalen zugeordnet.

Was wie ein Aprilscherz anmutet ist keiner, wenn auch das historische Dokument nur eine Abschrift ist und auch noch mit einem gefÀlschten Siegel versehen ist. Trotzdem ist sich Heimatforscher Elmar Onnau aus Blatzheim sicher, dass die Eintragung richtig ist.

Die Geschichte unseres Heimatortes geht auf Erzbischof Heribert von Köln zurĂŒck.  Er war „Großgrundbesitzer“, so auch im Buirer Land . Und genau dieser Heribert von Köln schenkte laut Urkunde dem von ihm gegrĂŒndeten Kloster in Köln-Deutz  unter anderem einen Hof in Puire, der den Namen „Drei Hufen“ trug. Der Hof wurde als Mann- bzw. Vasallenlehen gefĂŒhrt, die PĂ€chter mussten also an das Kloster Zinsen zahlen.

Bereits Anfang des 13. Jahrhunderts taucht der Name der Familie Bure auf - das Ă€lteste Buirer Adelsgeschlecht. Dessen Spross Gerart von Bure prĂ€gte das Siegel, das sich spĂ€ter im Wappen wiederfand. Der Ritterfamilie wurde das Anwesen „Bruche“, auch als „in dem Broyche“ oder spĂ€ter als Voigtburg bekannt, zugeordnet.

Die Voigtburg war aber nicht das einzige wasserumgebene Anwesen, wie man alten Katasterkarten, die bis ins Jahr 1826 zurĂŒckgehen, entnehmen kann. Wie die Karte von 1826 zeigt, gab es außer der Voigtburg noch fĂŒnf weitere (Ritter)Burgen und (Adels)Höfe: Anstelburg, Hoof, Wingartshof, Verckensburg, Schlichshof.

An das Rittergut Verckenburg (spĂ€ter: Buirer Burg) erinnert heute nur noch ein gotischer Torbogen und ein EcktĂŒrmchen. Die Voigtburg wurde durch die Bomben des 2. Weltkrieges schwer beschĂ€digt und ist spĂ€ter einer Fertighaussiedlung gewichen.

Die Anstelburg ist ebenfalls im GebÀudebestand verÀndert, der Schlichshof, der am heutigen Steinweg stand, ist verschwunden ohne eine Spur zu hinterlassen.

Der Wingartshof (heute Krafft) existiert zwar noch, aber auch hier wurde der GebÀudebestand verÀndertert.

Die Geschichte dieser Höfe und Burgen ist zugleich die Geschichte von Buir.

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