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Wie der Kölner Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom 10./11. Juni 1995 berichtete, kam die Aktie der Buirer Sprittfabrik, die aus dem Jahr 1888 stammt, in
einer Auktion der Stadtsparkasse Ludwigshafen unter den Hammer. Allerdings - das gute Stück, das für ein Mindestgebot von 350 Mark versteigert werden sollte, fand keinen Abnehmer.
Allerdings trug dieses Ereignis dazu bei, sich der Buirer Sprittfabrik zu erinnern:
1875 gründete der in Haus Etzweiler wohnende Chemiker Walther Matzerath in Buir die Spiritus-Brennerei und bot sie, trotz guten Erfolges schon bald zum Kauf an. Daraufhin schlossen sich
Buirer Landwirte zu einem Konsortium zusammen und erwarben die Firma, die fortan Buirer Sprittfabrik-Aktiengesellschaft heißen sollte. Durch die Einführung der Branntweinsteuer, wurde 1887
hieraus eine Genossenschaft: Buirer Brennerei vereinigter Landwirte. Die Fabrik gehörte zu den größten Betrieben ihrer Branche im Rheinland und arbeitete mit Erfolg. Aus
dieser Zeit stammt auch die Aktie, die von Anton Kolping unterzeichnet ist. Familie Kolping war bereits früh in der Braunkohlegewinnung aktiv und Anton Kolping gehörte zu den Gesellschaftern der Buirer
Malzmühle. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Buir noch Schnaps produziert.
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