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Am Bahnhof Buir, Ende des 19. Jahrhunderts

Aufsatz von Magdalena Irnich, geb. 4.8.1881

Bei Ankunft eines Personenzuges!

Buir ist eine Eisenbahnstation. Die meisten Züge halten hier. Vor Ankunft eines Personenzuges sieht man immer Leute zur Bahn gehen. In dem Stationsgebäude angekommen, lösen sich die Leute zuerst eine Fahrkarte. Dann begeben sich die Leute in den Wartesaal. Hier plaudern sie etwas untereinander. Einige lassen sich Speise und Trank geben. Kurz vor Ankunft des Zuges wird die Thür zum Bahnsteig geöffnet. Die Leute müsse die Fahrkarte vorzeigen. Ist der Zug in der Nähe der Station angekommen, so läßt er seine Pfeife ertönen. Die Bremser bremsen. Vor dem Stationsgebäude hält der Zug still. Die Schaffner öffnen die Thüre und rufen:
„Station Buir!" Die Leute, deren Fahrt beendet ist, steigen aus. Diejenigen, welche mitfahren wollen, steigen ein. Die Schaffner schließen die Thüren, und rufen: „Fertig!" Die Leute, welche ausgestiegen sind, müssen ihre Fahrkarte vorzeigen oder abgeben. Nun treten die Leute in den Wartesaal. Die meisten gehen gleich durch auf ihre Heimat zu. Einige aber bleiben in dem Wartesaal und lassen sich Speise und Trank geben. Jetzt ist es wieder an der Station still. Bei Ankunft des folgenden Personenzuges fängt der Verkehr wieder an. Besonders groß ist der Verkehr, wenn in den benachbarten Dörfern ein Fest gefeiert wird. Alsdann ist oft ein großes Gedränge, und man muß vorsichtig sein, damit man kein Unglück bekommt. Man soll früh genug zur Bahn geben, denn der Zug wartet auf keinen. Mancher hat sich in den Schweiß gelaufen, ist kalt geworden und so in Krankheit gefallen. Es ist sehr angenehm, wenn in einem Dorf eine Eisenbahnstation ist.

Quelle: Stadtarchiv Kerpen, Amt Buir, Nr.798

hier der Originaltext:

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